Teilnahme an der Vollversammlung der Bundes-ESG

Für die ESG Saarbrücken hat Christine Muljadi an der Vollversammlung der Bundes-ESG in Wittenberg teilgenommen. Darüber hat sie diesen Artikel geschrieben, den ihr hier lesen könnt:

Ich hatte dieses Jahr das große Glück, auf die Bundes-Vollversammlung der ESGn fahren zu dürfen. Im Folgenden kann ich nur einen kleinen Teil meiner Erfahrungen und Eindrücke teilen, die ich in diesen fünf wundervollen Tagen erleben durfte.

Zuerst einmal der formale Teil. Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen: der Studierendenversammlung, der Vollversammlung und dem thematischen Teil. In der Studierendenversammlung werden neben dem Kennenlernen der Tagungsteilnehmer vor allem Vorarbeiten für die Vollversammlung geleistet. Das heißt vor allem: Ideen sammeln zu Anträgen für die Vollversammlung.

Bei der Vollversammlung selbst kommen die Hauptamtlichen und PfarrerInnen der Orts-ESGn hinzu. Hauptsächlich geht es hier um das Verabschieden von Anträgen, die Analyse des Haushalts und das Wählen von Delegierten zu verschiedenen Projekten und Organisationen.

Im thematischen Teil geht es um das Thema der Vollversammlung, welches bei uns, passend zum 500-jährigen Reformationsjubiläum 2017 „Wer macht die nächste Reformation? Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ lautet. Es werden Vorträge und Workshops zu dem jeweiligen Thema angeboten.

Nun zu meinen Erlebnissen bei der diesjährigen Vollversammlung: Sie fand in Wittenberg, einem wunderschönen Ort im Nordosten Deutschlands statt, der eine große Bedeutung für die Reformation hat. Da ich dieses Jahr schon einmal in Wittenberg mit der Bundes-ESG war, ist dies ein willkommenes Wiedersehen mit der Stadt gewesen. Untergebracht waren wir in der Jugendherberge, wenige Meter von der Schlosskirche entfernt, wo Luther die 95 Thesen anschlug. Durch eine Stadtführung lernten wir die Stadt besser kennen. Wir besuchten auch das Assisi-Panorama, welches ein riesiges 360°-Bild von Wittenberg um 1517 beherbergt.

Überhaupt war das Thema der Vollversammlung relevant und durchzog jede Veranstaltung der Tagung: sei es durch Workshops, die z.B. Möglichkeiten skizzierten, wie eine erneuerte Kirche aussehen könnte, oder durch Kurzvorträge über den Klimawandel oder den Umgang mit dem immer schneller fluktuierenden Gemeindeleben in einer Studierendengemeinde.

Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit des Austauschs mit anderen Orts-ESGn. Aus ganz Deutschland, von Flensburg bis Weingarten, hatten sich Studierende zur Vollversammlung eingefunden. Durch eine Postersession konnte man die anderen ESGn und deren Aktivitäten besser kennenlernen. Oftmals fand man sich danach in Gesprächen über mögliche Kooperationen von benachbarten ESGn wieder. Auch spannend fand ich es, mehr über die Arbeit und Organisation der Bundes-ESG zu hören. Über die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich dort zu engagieren, wurde informiert und das durch die Übernahme von Delegationsposten ermöglicht.

Zum Abschluss wurde eine kleine Abschiedsparty organisiert. Mit bunten Diskolichtern, einem DJ und Tanzmusik verabschiedeten wir unsere kleine Konferenzrunde, bevor jede/r am Sonntag wieder seinen Weg ging.

Alles in allem war die diesjährige Vollversammlung eine gelungene Tagung, die mir mit vielen nützlichen Infos, Spaß und Gesängen im Gedächtnis bleiben wird. Ich freue mich auch, als Delegierte der Bundes-ESG in nächster Zeit beim Netzwerk Studieren und Transformieren in Berlin vorbeizuschauen. Auf die nächste Vollversammlung in Dortmund 2018!

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