Seit einer Reihe von Semestern existiert in der ESG Saarbrücken ein Umweltteam. In dieser AG treffen sich eine Gruppe Studierender mit Studierendenpfarrer Matthias Freudenberg, um den Umweltgedanken in der ESG und im Wohnheim zu stärken und Ideen zum Schutz der Umwelt zu entwickeln. Zu Beginn jedes Semesters setzt sich das Team neu zusammen und trifft sich mehrmals.

Es gehört zum Selbstverständnis der ESG Saarbrücken und ihres Wohnheims, mit der Umwelt achtsam umzugehen. Wir verstehen die Welt und Natur, die uns umgeben, als Gottes gute Schöpfung, deren Pflege und Bewahrung uns anvertraut ist. Diese Achtsamkeit beginnt schon ganz in unserer Nähe in den Zusammenhängen unseres eigenen Lebens und Zusammenlebens. Konkret: in der Gemeindearbeit der ESG und im ESG-Wohnheim, dort im eigenen Zimmer ebenso wie auf den Fluren, in den Küchen und Bädern. Und was tun die ESG und die Bewohner/innen des Wohnheims in Sachen Nachhaltigkeit? Nun, eine ganze Menge, und oftmals auch, ohne sich dessen bewusst zu sein. Da sind die augenfälligen Dinge: Wir trennen unseren Müll in sechs verschiedene Tonnen. Darüber hinaus ist die Energiebilanz des Hauses hervorragend: Es wurde vor ein paar Jahren energetisch saniert und verbraucht nunmehr rund 30% (Haus B) bzw. 60% (Haus A) weniger Energie für Strom, Heizung und Warmwasser. Die thermische Solaranlage auf Haus A liefert im Jahr 15.000 kWh Strom, die Photovoltaikanlagen auf beiden Häusern zusammengenommen 12.700 kWh Strom, und die Lüftungsanlage funktioniert über Wärmerückgewinnung.

Unser Einsatz folgt dem Prinzip der ökologischen Nachhaltigkeit. Man verbraucht weniger Ressourcen, wenn man all die Dinge, die man nur selten braucht, nicht selber besitzt, sondern sie von anderen borgt. Oder wenn man Engpässe nicht überwindet, indem man neue Dinge kauft, sondern das gleiche von einer anderen Stelle, an der es in diesem Moment nicht gebraucht wird, nimmt.

Ob der Einzelne dann zusätzlich darauf achtet, weniger zu verbrauchen, ist eine persönliche Entscheidung. Wir als Umweltteam wollen diese Entscheidungsfreiheit des Einzelnen wahren, gleichzeitig aber ein Bewusstsein für die Sinnhaftigkeit und den Nutzen nachhaltigen Handelns schaffen: Sparen heißt nicht, weniger zu verbrauchen, sondern es richtig zu gebrauchen. Dass man dadurch nicht schlechter lebt, beweist das Leben in der ESG am besten.

Als Gemeinschaft teilen nicht nur unsere materiellen Dinge, sondern auch unsere Ideen, Gedanken und die Perspektive der Kultur, aus der wir stammen – sodass wir uns auch darüber austauschen, wie in unseren Ländern mit der Umwelt und ihrem Schutz umgegangen wird. Dies macht die ESG vor allen Dingen sozial nachhaltig, weil sie ihre Bewohner durch das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen lehrt, respektvoll und solidarisch zu sein.

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